Doppelstart

Goldbach12_11_25Heute, am ersten Advent, also ein Doppelstart. Warum? Zum einen wollte ich bei der Long-Distance-Wertung in Goldbach vorne mit dabei bleiben, zum anderen hatten wir bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Crosslauf in Pfungstadt endlich mal wieder eine Mannschaft zusammen, will heißen, dass die Platzierungen der schnellsten drei Läufer einer Hochschule addiert werden. Der Mittelweg bei der schweren Entscheidung lautete Doppelstart. Am Morgen also nach Goldbach, um 10 km zu laufen, dann direkt nach Pfungstadt, um dort ca. 7,8 km zu kämpfen.

Goldbach
Der Tag fing mit folgendem Ausdruck an: „Schnee!“. Über Nacht hatte es geschneit. Und wenn bei uns schon Schnee liegen bleibt, ist das in Goldbach garantiert auch der Fall. Die Vermutungen wurden bestätigt, in Goldbach war alles weiß. Die Start- und Zielgerade von Autos plattgefahren und somit sehr rutschig, die Strecke ansonsten aber sehr gut zu laufen, besonders wegen meiner Schuhe. Nach gemütlichem Einlaufen dann das Motto, mit so wenig Einsatz wie möglich das Maximale erreichen. Oder für die Serienwertung: nicht mehr als zwei Minuten Rückstand! Das Vorhaben gelang mir recht gut. Nach verhaltenem Start konnte ich mich relativ kraftschonend nach und nach auf Rang zwei vorarbeiten, mit sichtkontakt zum führenden Bernhard. Bei gutem Laufgefühl lief ich so schonend wie möglich und versuchte, den Vorsprung nicht allzu groß werden zu lassen. Auch wenn es während dem Laufen schwierig ist, Abstände zu schätzen, wusste ich doch, dass meine zwei Minuten Gesamtvorsprung reichen würden. Mit für die Bedingugen guten 38:16 min wurde ich am Ende mit ca. 45 Sekunden Zweiter. Vorhaben eins des Tages also erfolgreich absolviert!Goldbach_Winterstein

Pfungstadt
Wenn irgendwo Schnürsenkel quietschen, dann bin das meistens ich, zumindest wenn in ca. 10 Minuten ein Crosslauf startet. Ich gebe zu, meine Spikes, die ich für Crossläufe verwende, sind schon einige Jahre im Einsatz, und von Schlamm befreit wurden sie schon länger nicht mehr. Aber zum Rennen: nach frühzeitigem Eintreffen, Startnummerabholung, Nahrungsaufnahme in Form von zwei Broten und einem Müsliriegel, Einlaufen und Auskundschaften der Strecke sowie Sprint-ABC, quietschten wie gesagt wieder einmal die Schnürsenkel. Ich gesellte mich ins Vorstartgetümmel, aus ganz Deutschland hatten sich 79 Läufer nicht vom Schnee abhalten lassen, nach Pfungstadt zu kommen. Der Start: beeindruckend, zumindest für die Zuschauer. Für uns: ein Sprint mit ganzem Körpereinsatz. Beine, die rennen, Füße, die Schlamm in alle Richtungen schleudern und Arme, die schieben und schubsen. Die erste Runde konnte kaum als Laufen bezeichnet werden, die Strecke war zu voll. Obwohl Strecke vielleicht übertrieben ist, denn wo einmal Gras wuchs war nur noch Erde, wo Wasser hinzukam, tiefer Schlamm. Insgesamt anspruchsvoll zu laufen, und später vermutlich auch anspruchsvoll für die Waschmaschine. Nach der ersten von fünf Runden hatte sich das Feld endlich einigermaßen sortiert, ich hatte meine Gruppe gefunden und lief einfach mit. Drei Runden lang. Die letzte Runde wurde dann erwartungsgemäß durch die Vormittagsbelastung zäh. Ich kam nach 27:57 min als 46. ins Ziel. Für die TU Darmstadt war ich zweiter, in der Mannschaftswertung belegten wir den 10. Platz.

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