Das Volksfest der Läufer

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Dieses Jahr wollte ich mir diesen Lauf nicht entgehen lassen, den Lauf über den von allen schon Wochen vorher gesprochen, wenn nicht sogar geschwärmt wird. Trotz obligatorischem Regen, der dieses Jahr glücklicherweise und zur Verwunderung vieler ausblieb. Auch in Facebook, auf laufreport.de und im Main Echo wurde die Vorfreude geschürt. Ich spreche natürlich vom HVB-Citylauf Aschaffenburg. Die 18. Auflage sollte also meine erste sein. Martin Peiffer nahm mich und Svenja erfreulicherweise mit nach Aschaffenburg; so musste ich mich im Vorfeld um nichts kümmern und konnte mich voll auf den Lauf konzentrieren. Ich wollte die gute Trainingsform endlich im Wettkampf umsetzen, bei den ersten beiden Bahnläufen dieser Saison hatte ich immer das Gefühl, als wäre die letzte Handbremse noch angezogen. Diese galt es heute also zu lösen.

Es wurde ein Volksfest. So viele bekannte Gesichter bekommt man nur selten zu Gesicht. Allein in den ersten Reihen (hinter der Kenia-Elite) tummelten sich Thorsten Behnke, Manuel Ruhland, Rudolf von Grot, Timo Grub, Björn Kuttich und Maximilian Webber. Hinzu kam noch Bernhard Zang als nur einer der vielen Bekannten der Goldbacher Winterlaufserie. Und so viele mehr. Die Frauen waren glücklicherweise schon weg, hatten sie doch drei Minuten Vorsprung bekommen.

Was also tun bei dieser starken Konkurrenz? Mit Vollgas los und so weit vorne mitschwimmen, wie nur möglich. Und dann noch ein guter Zielspurt. Soweit die Idealvorstellung. Fünfeinhalb Runden galt es zu bewältigen, jeweils mit einer Steigung über Kopfsteinpflaster und einem Wendepunkt gespickt. Insgesamt ca. 7,9 km durch Aschaffenburg.

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Startschuss und ab dafür. Ich kam gut weg und war relativ weit vorne. Das gute Gefühl währte aber nicht lange. Schon vor dem ersten Kilometer (3’07“) fing es im Bauch an zu rumoren. Und es hörte nicht auf, schnell wurde das ungute Gefühl zu Bauchschmerzen. In der „deutschen Spitzengruppe“ konnte ich nicht lange mitlaufen und musste einen nach dem anderen ziehen lassen. Bei Thorsten konnte ich mich schließlich dranhängen, wofür ich dankbar war. Das kannte ich aus dem Training. Mal ging es, dann wurden die Schmerzen wieder schlimmer. Die Marke bei vier Kilometern passierten wir nach 12:54 min.
Von der angeblich so tollen Atmosphäre bekam ich allerdings nichts mit. Die Trommelgruppe, die wirklich viel Lärm machte, bemerkte ich erst in der allerletzten Runde. Eher fielen mir die vielen Bodenunebenheiten auf, die in meinem ohnehin schon angeschlagenen Zustand tückisch noch weitere Kräfte aufbrauchte.
Zusammen mit Thorsten arbeitete ich mich langsam aber stetig zu Maximilian Webber vor. Doch kaum war der eingefangen, legten die beiden zu und auch die musste ich ziehen lassen. Dann waren endlich sieben Kilometer geschafft, für die letzten drei hatte ich 10:07 min gebraucht. Nach dem letzten Wendepunkt musste ich noch einen weiteren Läufer passieren lassen und landete so schließlich nach 25:50 min auf dem 18. Gesamtplatz.

Aschaffenburger Citylauf, mit dir habe ich jetzt eine Rechnung offen. Im nächsten Jahr komme ich wieder, dann werden wir sehen, wer zuletzt lacht! Und dann werde ich auch etwas von der Stimmung mitbekommen!

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