Frankfurt, ich komme!

SchottenSamstag, der 05.10.2013. Der Wecker klingelt. Das erste Geräusch, was wahrgenommen wird: Regen. Viel Regen! Die erste Nachricht, die kurze Zeit später eingeht: „Fahrt ihr wirklich nach Schotten, bei dem Regen?“ – Was für eine Frage! Da wusste ich allerdings noch nichts von der amtlich herausgegebenen Warnung vor Dauerregen mit bis zu 25 l/m². Was mich aber auch nicht aufgehalten hätte. Zumal ich den Erkältungsansatz von letztem Wochenende wieder losgeworden war.
Auf der Hinfahrt zum Stauseelauf kam es mir dann noch recht viel vor, was vom Himmel herunterregenete, spätestens nach dem Startschuss wurde aber alles ausgeblendet. Beim Einlaufen noch wurde der übliche Rhythmus durchbrochen, weil wir alle von den Autos zum Start traben mussten, was immerhin fast zehn Minuten dauerte.

Punkt zwölf Uhr ging es dann los. Vorneweg von Beginn an Manu Ruhland, der ein sehr starkes Rennen machte und mit neuer Bestzeit von 1:09:00 h seinen ersten Hessenmeistertitel abräumte. Dahinter dann unsere Fünfergruppe mit den beiden Marburgern Jamal Sanhaji und David Bernardo, Benedikt Heil aus Friedberg, Thorsten und ich. Wieder fühlten sich meine Beine auf dem ersten Kilometer (3:18) richtig gut an,

was sich diesmal zum Glück auch nicht ändern sollte. Die erste von vier Runden um den Stausee verlief sehr harmonisch, Benedikt sorgte für das Tempo, wir anderen vier reihten uns dahinter ein. Die Durchgangszeit bei km 5: 16:57 min.

In der zweiten Runde sorgten dann die beiden Marburger, bei denen ich mich fragte, warum die nicht schon längst schneller unterwegs waren, für immer mehr Unruhe. Thorsten erzählte mir heute, dass seine GPS-Uhr teilweise Geschwindigkeiten von 3:15 min/km anzeigte, auf welche wieder langsamere Passagen folgten. Das führte dazu, dass ich schon bei km 8 nicht mehr konnte, ich hatte ein richtiges Tief, was erst ca. bei km 12 überwunden war. Noch vor km 10 setzten sich die beiden endlich ab, mit etwas Abstand folgte Benedikt, den Thorsten und ich aber recht schnell wieder stellen konnten. Die Durchgangszeit bei km 10 war 34:02 min. In unserer Dreiergruppe liefen wir dann wieder sehr harmonisch, bei allerdings etwas langsameren Splits. Die 15-km-Marke überliefen wir nach 51:27 min.

Schotten2Dann wurde es immer härter. Von Kopf bis Fuß war mittlerweile natürlich alles durchnässt und mein linker hinterer Oberschenkel machte sich immer mehr bemerkbar. Bei der Steigung kurz vor Kilometer 18 machte Thorsten nochmal richtig Dampf, sodass wir Benedikt etwas distanzieren konnten, der sich aber bis km 19 wieder zurückkämpfte. Auch ich versuchte es noch einmal, es lief aber auf einen Schlussspurt hinaus. Bei dem Schild „noch 400 m“ wurden wir allerdings überrascht, denn aus der nächsten Gruppe hatte sich ein Läufer abgesetzt, der an uns vorbeisprintete und damit das Finale einläutete. Hinterher kann ich nicht mehr sagen, wie viele wir dann waren, die um den vierten Platz sprinteten, wieviele andere Läufer noch zu uns aufgeschlossen hatten. Mein Oberschenkel tat mittlerweile richtig weh, sodass ich nicht mehr zurückschlagen konnte und auch Benedikt vor mir über die Ziellinie lief. Das Endergebnis: 1:12:42 h und Platz sechs. Thorsten war dann der nächste, mit zwei Sekunden Rückstand. Und auch der nächste Spiridoni kam noch unter 1:14 h ins Ziel, sodass wir die Mannschaftswertung deutlich mit drei Minuten Vorsprung gewinnen konnten!

Auch insgesamt war es für Spiridon Frankfurt eine sehr erfolgreiche Meisterschaft, mit Siegen der Männer- und Frauenmannschaft, mit Tinka, die das Freuenrennen gewann, Altersklassensiegen und einem deutschen Rekord bei der Frauenmannschaft W40!

Mit Blick auf den Frankfurt-Marathon kann ich mit meiner 1:12:42 zufrieden sein. Die Form stimmt, jetzt bin ich gespannt was mich jenseits der 30-km-Marke erwartet… Noch drei Wochen!

Fotos: Erwin Mengel – TGV Schotten
Video: Svenja

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2 Gedanken zu „Frankfurt, ich komme!

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