Frankfurt Marathon – viel Qual

IMG_8636Es heißt ja immer, dass bei einem Marathon alles passieren kann. Darauf hatte ich mich eingestellt, allerdings erst für jenseits der 30 km Marke. Heute begannen die Leiden aber schon bei km 18, was ich mir vorher nicht hätte träumen lassen. So wurde es eine lange Leidenszeit, dennoch erreichte ich das Ziel noch unter drei Stunden und konnte so mein F-Ziel erreichen. Aber von vorne:

Die Nacht hatte ich trotz Unwetter gut geschlafen, ich fühlte mich gut, die S-Bahn kam pünktlich, ich wusste, in welches Hotel ich am Start gehen konnte, in welchem mein Verein Spiridon Frankfurt einen Raum reserviert hatte, in dem wir uns umziehen konnten. Mit Thorsten zusammen lief ich mich locker ein, vor dem Start konnten wir uns sehr weit vorne ins Startfeld einreihen. Alles perfekt.

Auch die ersten Kilometer liefen gut. Nicht zu schnell, in einer Gruppe, die uns vor dem heftigen Wind einigermaßen schützte. Bei 15 km waren wir auf die Sekunde im Zeitplan.

Schon wenig später ging es dann aber los. Die Energiereserven schienen leer zu sein, ich hatte Durst und das Gefühl, als hätte ich seit Tagen nichts gegessen. Bei km 23 musste ich meine Gruppe mit Thorsten laufen lassen, bei km 27 kam dann ein richtiges Tief. Nichts ging mehr. Das Zeitziel rückte immer weiter in den Hintergrund, schon bald ging es nur noch ums Ankommen. Bei der Getränkestation bei km 30 legte ich dann eine Gehpause ein. Ich nahm so viel auf, wie ich konnte, gleich zwei Gels, viel Cola und fing dann wieder an zu traben. Schon bald hatte ich aber wieder Durst, bei km 31 dann das absolute Tief des Laufs, als meine hinteren Oberschenkel sich heftigst zusammenkrampften. Mit etwas Dehnen hörten die Krämpfe dann nach gefühlten zehn Minuten auf, in Wirklichkeit stand ich wohl ca. 2 min. Ich lief weiter, wollte auf keinen Fall aufgeben.

Kurz darauf bekam ich noch eine Getränkeflasche mit Iso und Cola gereicht, was dann bei ca. km 33 endlich Wirkung zeigte. Es lief wieder besser. Bei km 35 dachte ich dann wieder an die Zeit, das E-Ziel von 2h50′ war durch, für sub 3 h errechnete ich mir einen Schnitt von 4:50 min/km, was ich mir in dieser Verfassung schwierig vorstellte. Es ging aber irgendwie. Mittlerweile war mein Bauch von all den Getränken und Gels mehr als voll. Eigentlich schlecht zum Laufen, im Moment ging es mir aber nur darum, irgendwie wieder zu Energie zu kommen. Bei km 40 war ich mir dann sicher, es doch noch unter die 3-Stunden-Marke zu schaffen. Nach 2:55:50 war ich dann endlich im Ziel. Trotz dem deutlichem Verfehlen meines eigentlichen Ziels war ich nicht enttäuscht, sondern einfach nur froh darüber, es geschafft zu haben.

Der Helfer, der mir dann etwas später meinen Kleiderbeutel zurückgab, lehnte leider ab, mich zur Dusche zu tragen. Die Treppen kam ich aber sehr gut hinunter, die Beine hätte wohl doch deutlich mehr drauf gehabt. Den Einbruch zu einem so frühen Zeitpunkt kann ich mir nach wie vor nicht erklären, ich habe die Tage vorher genug getrunken und gegessen. Es scheint wohl einfach Tage zu geben, an denen es einfach nicht geht.

Damit ist die Saison 2013 beendet. In den nächsten drei Wochen werde ich nur Sonntags jeweils 12 km laufen um dann mit neuer Motivation und Tatendrang die neuen Ziele in Angriff zu nehmen!

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2 Gedanken zu „Frankfurt Marathon – viel Qual

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