18/24 Graubünden

Graubünden. Nicht nur ein wunderschöner Urlaubsort in der Schweiz, sondern auch (fast schon legendär) bekannt durch eine der besten Werbeideen:

Zwei Geißböcke, die sich über einen Radfahrer lustig machen, weil er sich so sehr anstrengen muss, „nur“ um einen Berg heraufzukommen. Er wird angefeuert zu kämpfen, weil ihm das Training ja nicht schadet. Und – wohl noch mehr Anlass für den Spott – weil er falsch investiert hat: statt sich körperlich besser vorzubereiten, und mehr Mühe ins Training zu stecken, wurde lieber Geld investiert. Mit einer besseren Technik geht es ein Stück leichter.

An dieser Stelle war ich besonders begeistert. Nämlich nicht nur, weil die Werbung genial ist, sondern eben auch, weil es in gewisser Weise Werbung für’s Laufen ist: Beim Radfahren, und damit gleichwohl auch beim Triathlon, wie auch bei vielen anderen Sportarten, werden die Vorentscheidungen schon durchs Material getroffen. Laufen ist da ehrlicher, da hat jeder die gleichen technischen Vorraussetzungen. Nur die eigene Leistungsfähigkeit und mentale Stärke entscheidet über die Laufgeschwindigkeit und damit die Zielzeit. Ein Profi und ein Anfänger: beide stehen mit derselben Ausstattung an derselben Startlinie. Wo gibt es das sonst? Laufen ist und bleibt der schönste Sport.

Warum Kenianer einfach schneller sind

Jan Fitschen, 10000m-Europameister von 2006, ist jetzt Autor. In seinem Buch „Wunderläuferland Kenia“, was im Herbst diesen Jahres erscheinen soll, treibt ihn die Frage um, warum diese Kenianer in einer solchen Breite viel schneller rennen als „wir“ Europäer. Er scheint der alten Diskussion neuen Treibstoff gegeben haben, denn auch einer der besten Schweizer Marathonläufer, Christian Kreienbühl, hat jüngst Nachforschungen angestellt.

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Dass bei den (großen) Marathons immer die Schwarzen vorne die erste Geige spielen, fällt nicht nur auf, sondern scheint zur allgemein anerkannten Tatsache geworden zu sein. Da macht man sich Weiterlesen